Sonntag, 10.02.2019

Halbzeit, Südafrika und Zwischenseminar

 

Tag 161 in Afrika, 160 in Namibia und 155 in Walvis Bay.

#Halbzeit

Ja, die Hälfte meines Jahres hier sind rum.

Bewerbungen sind raus, aber ganz bei mir angekommen ist das ganze noch nicht. Schwierigste Frage...sind es schon 6 Monate oder erst 6 Monate?

 

Entschuldigt, dass so lange kein Update gekommen ist. Es kam viel dazwischen, wie z.B. der Ausflug nach Südafrika im Dezember/Januar, über den ich hier wohl hauptsächlich berichten werde.

 

Am 24.12.2018 hatten wir ein Treffen mit allen Freiwilligen des DRK aus Namibia, welches wir bei unseren Swakopmund-Freiwilligen hatten. Wir haben gegrillt, gewichtelt und ganz viel erzählt, es war ein sehr schöner Abend. Am nächsten morgen sind wir dann mit zwei gemieteten Autos Richtung Südafrika gefahren, der erste Zwischenstopp war kurz vor Sossusvlei, einem der angeblich schönsten Gebiete in Namibia. Warum angeblich; naja, sehr viel von Namibia habe ich noch nicht gesehen und maße mir nicht an, mit Halbwissen zu urteilen. Es war aber sehr schön. Man fährt durch ein Tal, welches von hohen Dünen umrandet ist. Dieses Tal ist ein ehemaliges Flussbett und endet in einer (für namibische Verhältnisse) sehr bewachsenen Gegend. Auf dem Weg kann man auch noch Deadvlei mitnehmen, eine kleine Fläche mit trockenem Boden und toten, schwarzen Bäumen.

Hier sind Bilder von Sossosvlei zu sehen, das linke ist die weite Dünenlandschaft und auf der rechten ist ein erstaunter Tobias auf der Düne 45 zu sehen, eine begehbare Düne in Sossusvlei. 

Hier sind 2 Bilder vom Deadvlei, welches etwas abseits vom Weg in Sossusvlei liegt, es ist also laufen angesagt wenn man diese kahle Gegend bestaunen möchte aber hey; nicht die Bäume berühren...

Hier noch ein Oryx, den wir am Anfang von Sossusvlei gesehen haben.

 

Ganz vergessen zu erwähnen, auf dem Weg nach Sossusvlei sind wir mit unserem einen Auto stecken geblieben, nach einer kurzen Pause sprang der Motor nicht mehr an. Nach ca. 4-5 Stunden ist unser Autovermieter auf Anruf mit einer neuen Batterie erschienen, eine halbe Stunde nachdem das Auto durch Starthilfe und ganz viel Liebe sowie manueller Arbeit im Motorraum von selbst wieder angesprungen ist. Die neue Batterie hat übrigens garnichts gebracht; im Endeffekt war es die Lichtmaschine, welche die Batterie auflädt, welche nicht funktioniert hat und somit die Batterie nicht aufgeladen hat. Und nein, das Problem hat sich auf der Reise nicht gelöst, weshalb wir die ganze Reise über das Auto jedes Mal nachdem wir irgendwo gehalten haben, anschieben mussten, um den Start manuell zu überbrücken.

Hier sieht man dann das 1. Mal anhalten bzw. steckenbleiben wegen Batterieproblemen, und ja die telefonierende Schönheit auf dem 1. Bild bin ich :D. Das 2. Bild ist dann von einem Hügel aus aufgenommen worden, den ich während der Wartezeit auf unseren Autovermieter erklommen habe.

Die 2. und 3. Nacht haben wir auf einer Ziegenfarm nahe Helmeringhausen übernachtet. Das Ehepaar mit ihren 3 Hunden (2 davon Border Collies <3) war wirklich sehr nett, und die Ziegen die die ganze Zeit durchs Camp liefen und versucht haben unsere Vorräte aufzufuttern haben auch sehr viel zur Beschäftigung in dieser Zeit beigetragen.

Danach ging es dann weiter zur Grenze nach Südafrika, das komischste an der Einreise war, dass wir das Auto wortwörtlich über die Grenze schieben mussten.

Als wir schließlich abends oder besser nachts in Kapstadt ankamen, waren wir alle sehr müde und haben uns nach anfänglichen Parkplatzproblemen in unserem Backpackers schlafen gelegt.

 

An SIlvester sind wir dann den sogenannte Signal Hill raufgestiegen, um das Feuerwerk von oben zu betrachten. Fazit: 5 Min Feuerwerk und dann ca 2 Stunden durchs dunkle Kapstadt zum Backpackers zurücklaufen...rückblickend nicht so wert.

 

Mehr außer die Bilder gibt es über Kapstadt nicht zu sagen; es war ganz schön bis auf den Umstand, dass unser Auto durch unsere eigene Dummheit aufgebrochen und ausgeraubt wurde, wobei viele Wertgegenstäde und auch Reisepässe verloren gegangen sind (außerhalb eines Parkplatzes auf der Straße abseits von allen anderen Autos geparkt). Das ganze ist innerhalb von 7 Minuten passiert, in welchen wir kurz etwas zu essen geholt haben.

Den Rest der Reise ging es dann ohne Rückscheibe weiter, was den Insassen auf der Straße zum Fish River Canyon zum Verhängnis wurde, der ganze Staub hing auf ihrer Haut und in den Haaren, unsere ehemaligen Teenager hatten sich vom Aussehen in unsere Großeltern verwandelt.

 

Hierbei gut zu erwähnen ist vielleicht, dass ich die ganze Zeit von 2 verschiedenen Autos spreche, das Auto mit kaputter Lichtmaschine ist sonst ganz geblieben während das andere aufgebrochen wurde.

Hier einmal Bilder der Autos mit den jeweiligen...Problemzonen...

Der Rückweg ist bis auf das tägliche Anschieben des Autos problemlos verlaufen, am 03.01.2019 sind wir in Kapstadt losgefahren und am 05.01.2019 sind wir Abends wieder an der Küste Namibias angekommen.

Am 04.01.2019 haben wir in der Nähe der Stadt Keetmanshoop übernachtet, auf einem Campingplatz im Köcherbaumwald, welcher bei uns aus ca 100 Bäumen auf steinigem Geläde bestand. War aber trotzdem sehr schön.

Am 07.01 ging es dann wieder im Projekt los, wir mussten die Räume vorbereiten, putzen usw.

Am 09.01 Kamen dann die Kinder wieder, einschließlich der neuen, wessen Namen wir dann erstmal wieder lernen mussten. Weiteres Problem: die neuen sprechen alle kein Englisch, nagut viele von den älteren auch nicht, weshalb sich die Verständigung mit den neuen meist auf Handzeichen, Gesichtsausdrücke, Kinder rumschieben und dem rufen nach der Aushilfslehrerin beschränkte. Diese Lehrerin, welche nicht mehr bei uns arbeitet, spricht Oshiwambo, die Sprache, welche die meisten dunkelhäutigen Menschen hier sprechen und auch ihren Kindern beibringen (entschuldigt, dass in diesem Satz mehr Kommata als Wörter sind, ich wusste nicht wie ich es sonst schreiben sollte. Da das hier kein Bewerbungsschreiben oder was anderes ist, glaube ich, dass man da noch drüber hinwegsehen kann). Daneben sind noch Damara und Nama verbreitet, aber Oshiwambo ist definitiv die am meisten vertretene Sprache.

Am 16.01.2019 mussten wir dann in der nördlichen Stadt Otjiwarongo sein, zum Zwischenseminar unserer Organisation. Dort habe ich das erste Mal in Namibia richtigen Regen erlebt, ich war wie auf folgenden Bildern zu sehen sehr begeistert.

 

Sonst gibt es nicht viel neues bis auf den Umstand, dass wir gestern ein neues, schnelleres und unserer Meinung nach auch besseres System in der Suppenküche eingeführt haben.

(Neues System der Suppenküche)

Oh und ich habe mir Montag bei der Arbeit das Knie verletzt, weshalb ich jetzt bis mind nächste Woche Freitag eine Schiene tragen muss.

 

Falls es noch generelle Fragen zu meiner Zeit hier oder Anregungen bezüglich meines Blogs gibt, ist meine E-Mail Adresse tobias.verlinden@t-online.de eine gute Kontaktmöglichkeit oder an die die sie haben noch besser meine Nummer.

 

Liebe Grüße aus Namibia

 

Tobias